Mit eigener App Geld verdienen

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Apps sind sehr wichtig, weil mehr als drei Viertel der Nutzer mittlerweile auf das Internet mit ihren mobilen Smartphones und Tablets zugreifen. Für den Infopreneur kann es sich darum für eine sehr erfolgreiche Art des Geldverdienens handeln, in dem er seinen Kunden eine eigene App anbietet.

Dieser Artikel möchte herausfinden, ob und wie es sich für den Infopreneur rentieren kann, eine eigene App anzubieten. Dabei liegt der Schwerpunkt nicht so sehr auf der technischen Entwicklung, sondern eher auf den betriebswirtschaftlichen Überlegungen. Schließlich hängt der Erfolg ja nicht nur von der App selbst ab, sondern eben auch von deren Vermarktung, und wie es der Infopreneur schafft, von den Nutzern wahrgenommen zu werden.

Inhaltsverzeichnis

 

 

Grundsätzliche Überlegungen(top)

Warum sollte der Infopreneur versuchen mit einer App Geld zu verdienen? (top)

Er sollte diese Frage für sich interessant finden, weil der mittlerweile wichtigste Zugang zum Internet auf Mobilgeräten – vor allem auf Smartphones – basiert. 

Ein weiterer wichtiger Grund dafür basiert auf der immensen Lukrativität dieses App-Marktes. So wurden im vergangen Jahr 2019 in den App-Stores wirklich riesige Umsätze erzielt:

  • Im Google Play Store handelte es sich um fast 30 Milliarden US-Dollar, laut Statista.
  • Der Apple App Store hat sogar rund 50 Mrd. US-Dollar erreicht, laut CNBC.

Für das Jahr 2021 geht Statista von einem weltweiten Umsatz von fast 140 Milliarden US-Dollar aus.

Zusätzlich zu dieser finanziellen Erfolgsaussicht aufgrund dieses sehr starken Marktes, kann der Infopreneur auch auf der Kostenseite einen wichtigen Grund dafür finden: So kann er mit einer relativ geringen Investition eine riesige Zielgruppe erreichen.

Wie sieht der Markt generell aus? (top)

Wie ist die aktuelle Marktsituation?

Für über 85% der User in Deutschland gehört die Nutzung von Apps zu den wichtigsten Aktivitäten im Internet. Hier zeigt Statista beispielsweise das Ranking der beliebtesten Apps im Oktober 2020.

Wie wird sich der Markt weiterentwickeln?

Wie wichtig solche Apps sind, zeigt sich in den Untersuchungsdarstellungen der verschiedenen Anbieter für Markt- und Konsumentendaten. Werden dabei die letzten Jahre miteinander verglichen, kommen wir zu der Erkenntnis, dass der Markt sich sicherlich noch weiter vergrößern wird, denn die Nutzung des Internets wird immer „mobiler“.

Wie viele App-Stores gibt es?

Bevor wir die Anzahl der App Stores betrachten, erklären wir uns zuvor noch kurz, was ein solcher eigentlich ist: Bei einem App-Store handelt es sich um eine Internet-basierte, digitale Vertriebsplattform für Anwendungssoftware. Die darauf angebotene Software stammt entweder vom Betreiber der Plattform selbst, meistens jedoch von externen Anbietern, wie etwa freien Softwareentwicklern und Softwareunternehmen.

Solch ein App-Store ermöglicht den Nutzern, Software für Mobilgeräte, wie Smartphones und Tablets, bei manchen Angeboten auch für andere Geräte, wie zum Beispiel Personal Computer, aus einem Katalog herauszusuchen und herunterzuladen.

Zu den Top-App-Stores gehören die folgenden:

Welche Apps sind wie in den Stores vorhanden?

Um einen generellen Eindruck als Antwort auf diese Frage zu erhalten, nutzen wir dazu ein weiteres Statistik-Beispiel von Statista. Im Oktober 2020 wurden in den USA folgende Top-20-Kategorien im App Store analysiert:

    • Spiele 21,85%
    • Business 10,11%
    • Bildung 8,68%
    • Lifestyle 8,62%
    • Hilfsmittel 6,13%
    • Unterhaltung 5,79%
    • Reisen 3,79%
    • Essen&Trinken 3,57%
    • Gesundheit&Fitness 3,41%
    • Produktivität 3,08%
    • Finanzen 2,45%
    • Shopping 2,43%
    • Bücher 2,38%
    • Musik 2,32%
    • Social Networks 2,28%
    • Sport 2,14%
    • Foto & Video 2,06%
    • Empfehlung 1,97%
    • Medizin 1,93%
    • Nachrichten 1,83%

 Welche Apps sind erfolgreich?

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die allermeisten Apps weder ausreichend downgeloadet noch rezensiert werden. Dementsprechend bringen sie deren Entwicklern auch nicht das nötige Geld. Gründe dafür sind unter anderem, dass…

    • …diesem eine interessante Idee fehlte.
    • …sein technisches Know-How nicht ausreichte.
    • …sein Budget nicht ausreichend war, um Entwickler und Growth Hacker zu finanzieren.
    • …er selbst Marketing nicht erfolgreich umsetzen konnte.

Damit der Infopreneur einen Eindruck dazu erhält, welche Apps die beliebtesten für die Nutzer sind, hilft ihm dieser Link zu Statista 

Was sollte eine App beinhalten? (top)

Auf diese Frage gibt es keine konkrete Antwort. Dennoch gibt es einige Überlegungen, die der Infopreneur anstellen sollte:

  • Grundsätzlich sollte die App eines Infopreneurs ein Alleinstellungsmerkmal (USP) beinhalten.
  • Mit dem Preis seiner App kann er sich von seinen Konkurrenten absetzen. Zum einen kann er beispielsweise das, wofür die Konkurrenz Geld verlangt, dem Nutzer kostenlos anbieten. Zum anderen kann er aber auch kostenpflichtige Eigenschaften seiner App nutzen, um sich von der Konkurrenz zu unterscheiden.
  • Er sollte sich nicht für eine App entscheiden, deren Art bereits sehr ausgeweitet und von Nutzern auch stark akzeptiert ist. Als Beispiele dafür seien genannt: Facebook, WhatsApp etc. Vielmehr sollte er sich auf eine Art von App konzentrieren, die bislang noch nicht vielen Nutzern bekannt ist und auch noch nicht von ihnen in starkem Maße verwendet wird. 

App planen (top)

Wie kommt der Infopreneur auf seine erste Idee? (top)

Damit der Infopreneur mit seiner App erfolgreich sein kann, muss er dafür zu einer guten Idee kommen. Eine solch gute Idee sollte in der Regel…

  • …ein Problem der Zielgruppe gut lösen.
  • …einen großen Nutzen stiften.
  • …noch nicht in Form einer App erhältlich sein.

Die folgenden Fragen können ihm dabei helfen, auf eine gute, eigene Idee zu kommen:

  • Welche Erfahrungen hat er bereits?
  • Um welche Themen möchte er sich kümmern?
  • Was benötigt er selbst?
  • Wofür lässt sich noch keine gute Lösung finden?
  • Wie käme seine Idee am Markt an?
  • Wie stark sind die vergleichbaren Apps?
  • Hat seine Idee gegenüber diesen wirklich einen Mehrwert, um sich durchzusetzen?

Führen ihn diese gerade genannten Punkte zu einer Idee, sollte der Infopreneur dann folgendermaßen damit vorgehen:

  • Zunächst sollte er seine eigene App-Idee schriftlich festhalten. Dazu gehören unter anderem die Bestandteile sowie die Funktionen seiner App.
  • Dabei sollte er sich jedoch für den Anfang seiner App nur auf die wirklich wichtigen Punkte seiner Idee beschränken. Mit anderen Worten, er sollte seine App am Anfang „simpel“ halten.
  • Mit allen weiteren Funktionen und Eigenschaften kann er dann später seine App erweitern, wenn sie wirklich erfolgreich auf dem Markt angekommen ist.
  • Ein weiterer wichtiger Schritt ist das Finden dazu passender Keywords. Wichtig ist für den Infopreneur dabei zum einen das jeweils dazu vorkommende Suchvolumen, zum anderen die bereits dazu existierende Konkurrenz zu erkennen. Nach dem er passende Keywords identifizieren konnte, sollte er diese dann in seiner Domain oder auf seiner Website einbauen.

Um eine solch gute Idee zu erlangen, benötigt er in der Regel exzellente Marktkenntnisse. Eher abzuraten ist davon, andere Apps zu kopieren, denn dadurch könnte er sicherlich niemanden groß begeistern.

Was sollte der Infopreneur für seine Idee können? (top)

Zunächst einmal sollte klar sein, dass der Infopreneur nicht unbedingt ein Programmierer sein muss. Denn er kann seine App-Idee auch von einem speziellen App-Entwickler programmieren lassen.

  • Auf jeden Fall sollte er aber den dazu passenden Markt sowie das Nutzerverhalten sehr gut einschätzen können.
  • Auch sollte er sich gut vermarkten können, um für lohnende Aufträge zu sorgen.
  • Ebenfalls sollte er Marketing und Werbung für seine App umsetzen können.
  • Des weiteren sollte er über fachliche oder technologische Kenntnisse verfügen, die von seinen Konkurrenten nicht einfach kopiert werden können.
  • Grundsätzlich sollte er wissen, wie er eine App zu erstellen hat, damit sie auch wirklich einen Mehrwert liefert. So würde ihm beispielsweise die simple Kopie seiner bestehenden Website sicherlich nicht dafür ausreichen. Viel mehr hat er für App-spezifische Inhalte und Funktionen zu sorgen.
  • Auch sehr wichtig sind Kenntnisse über Bildbearbeitung. Denn gute optische Eindrücke sind für die Nutzer sehr wichtig, damit eine App bei ihnen erfolgreich ankommen kann.

Wie sieht der Markt aus für seine Idee? (top)

Bei dieser Frage handelt es sich um eine konkrete Marktanalyse für seine eigene App. Der Infopreneur kann dazu in den App-Stores nachschauen, ob darin bereits ähnliche Anwendungen angeboten werden. Kann er welche finden, sollten diese von ihm auch getestet werden. Dies lässt ihn einerseits erkennen, ob eine Verbesserung durch seine eigene App umgesetzt werden kann. Andererseits kann ihm solch eine Analyse auch Einfälle für die Entwicklung seiner eigenen App liefern.

Wie kommt der Infopreneur zum nötigen Feedback? (top)

Ganz wichtig ist es für den Infopreneur so früh wie möglich Feedbacks seiner potentiellen Nutzer einzuholen. Denn dadurch erfährt er, was diese wollen, was ihnen weiterhilft und was ihnen fehlt. Ebenfalls kann ihn das zu Überlegungen bringen, auf die er alleine nicht gekommen wäre. All dies hilft ihm dabei, seine App-Idee zu optimieren.

Um an diese Feedbacks zu gelangen, kann er dazu beispielsweise seine Blogs oder sozialen Medienkanäle benutzen. Aufpassen sollte er jedoch dabei, dass er nicht zu detaillierte Informationen bereitstellt. Denn sonst läuft er die Gefahr, dass ein Konkurrent diese übernehmen könnte.

Wie kann der Infopreneur seine App rechtlich schützen lassen? (top)

Ist er auf eine gute eigene Idee gekommen, sollte der Infopreneur versuchen, diese rechtlich schützen zu lassen. Und dies sollte er dann bereits schon während seiner App-Planung versuchen.

Zu wissen gilt für ihn dabei, dass die Möglichkeit, seine App als Patent schützen zu lassen, sehr gering ist. Denn in Deutschland lässt sich eine App-Idee grundsätzlich nicht schützen. Nur den Programmcode könnte er urheberrechtlich schützen lassen. Da aber der Aufbau und die Funktionalität seiner App mittels eines anderen Quellcodes erstellt werden könnte, lässt sich eine Nachbildung seiner App durch einen Konkurrenten damit nur schwerlich verhindern.

Deshalb sollte der Infopreneur sich viel mehr um den Schutz seines App-Namens und seines App-Designs kümmern:

  • Beim Namen seiner App ist es dabei wichtig, dass dieser möglichst individuell sein sollte. Ebenso sollte damit eine große Unterscheidungsmöglichkeit zu anderen Marken bestehen. Dann steigt die Wahrscheinlichkeit, diesen App-Namen schützen lassen zu können.
  • Das Logo sowie die Zeichen der App können als Wort-, Bild- oder Wort-/Bildmarke geschützt werden. Ebenfalls kann er versuchen, das Design seiner App im Bereich des Geschmacksmustergesetzes rechtlich schützen zu lassen.

Sollte er sich mit derartigen Schutzrechten nicht genauestens auskennen, kann der Infopreneur einen Fachanwalt für Marken-, Medien-, Urheber- und Wettbewerbsrecht um seine Hilfe bitten.

WICHTIG: Bitte beachten Sie, dass der Inhalt dieses Artikels zwar auf vielen veröffentlichten Informationen beruht, im Zweifel man sich aber nicht auf die jeweiligen Details verlassen darf, da die Rechtssicherheit dieser Aussagen nicht gegeben ist! Das Ziel ist lediglich das Grundverständnis zu erlangen. Deshalb kann dieser Artikel keine Rechtsberatung ersetzen. Im Bedarfsfall sollten Sie immer einen Anwalt zu Rate ziehen.

Abschließend zu diesem Bereich wird dem Infopreneur noch empfohlen, einen Businessplan zu erstellen. Dieser kann ihm dabei helfen, die Stärken und Schwächen seiner Geschäftsidee herauszufinden. Zusätzlich hilft ihm das seinen Finanzierungsplan zu erstellen und die Wettbewerbssituation zu analysieren. Falls zutreffend sollte er ebenfalls auch noch erkennen, ob er Förderkredite und -mittel beantragen kann.

App erstellen (top)

Wie lässt sich die App umsetzen? (top)

Hier geht es nun zunächst einmal um die prinzipiellen Möglichkeiten, wie der Infopreneur seine App erstellen kann:

Arten von Apps

Prinzipiell gibt es zwei verschiedene Arten von Apps:

  • Native Apps
    Diese Apps werden speziell für ein Betriebssystem (Android, iOS,…) programmiert – sie funktionieren deshalb nur darauf. Dies ermöglicht es dem Entwickler, die Ressourcen des Gerätes optimal für die App nutzen zu können. Unter anderem erlauben sie ihm auch die Push-Benachrichtigungen einzusetzen, von denen die meisten Nutzer nicht wissen, wie sie diese ausschalten können. Möchte der Infopreneur seine App den unterschiedlichen Betriebssystem bereitstellen, braucht der dazu unterschiedliche Versionen. Derartige Apps lassen sich aus den dazu passenden App-Stores von den Usern herunterladen.
  • Progressive Web Apps (PWA)
    Hierbei handelt es sich um eine jeweils „mobilfreundliche“ Version einer Website. Diese lassen sich mit einem Webbrowser auf dem Desktop, Smartphone oder Tablet öffnen. Sie brauchen also nicht heruntergeladen zu werden. Der Infopreneur braucht nur eine Version seiner App, die von allen unterschiedlichen Geräten und Betriebssystemen eingesetzt werden kann. Im Vergleich zu den „Native Apps“ sind deren Funktionen zwar geringer, dennoch sind die wichtigsten dabei umsetzbar, wie beispielsweise E-Commerce, Posts, Benutzeranmeldung etc.

Betriebssysteme

In der heutigen Zeit sind in Deutschland hauptsächlich noch zwei Betriebssysteme für den Infopreneur relevant:

  • Android, mit einem Anteil von ca. 2/3
  • iOS, mit einem Anteil von ca. 1/3

Um sich dafür entscheiden zu können, für welches Betriebssystem er seine App erstellen möchte, sollte er folgendes berücksichtigen: Zum einen sind die Entwicklungskosten für eine iOS-App grundsätzlich höher als für eine Android-App. Zum anderen ist aber die Zahlungsbereitschaft der Apple-User auch höher als die der Android-User.

App-Store-Angebote

Die unterschiedlichen App-Stores bieten für die Entwickler ihrer App das nötige Handwerkszeug an.

Beispiel Apple: Hier kann der Infopreneur das iOS SDK Software Development Kit für Entwickler erhalten. Dieses enthält unter anderem Xcode-IDE, iPhone-Simulator, diverse Instrumente, Frameworks, Compiler sowie Beispiele.

Derartige Kits sind auch für die anderen Betriebssysteme erhältlich.

Programmiermöglichkeiten

Im Folgenden werden nun drei unterschiedliche Programmiermöglichkeiten vorgestellt:

  • App selber programmieren
    Handelt es sich beim Infopreneur um einen erfahrenen Programmierer, kann er seine App sicherlich selbst erstellen. Wie bereits erwähnt gibt es viele Software Kits, die ihn dabei unterstützen.
  • App-Baukasten-Services
    Eine weitere Möglichkeit sind für ihn spezielle Online-Services. Diese ermöglichen ihm auf Standard-Vorlagen zuzugreifen, um seine App zu erzeugen. Beispiele dafür sind: 

  • WordPress in App umwandeln
    Für dieses freie Content-Management-System gibt es mehrere PlugIns, die dem Infopreneur zur Umwandlung seines Blogs in eine App helfen. Er braucht dazu lediglich das PlugIn auf seiner WordPress-Website zu installieren. Seine Inhalte und Daten können dann in seiner App verwendet werden. Diese Möglichkeit erlaubt dem Infopreneur selbst seine App zu erstellen, ohne dafür programmieren zu können.

    • Beispiele:
      • Blappsta Mobile App Plugin
      • AppPresser – Mobile App Framework
      • WPMobile.App — Android and iOS Mobile Application

Programme/Tools

Der Infopreneur kann unter anderem auf folgende Tools zugreifen, um seine eigene App zu erstellen:

  • Grafiken
    • Vektorgrafiken: Gimp, Inkscape, Photoshop
    • Pixelgrafiken: PyxelEdit, Aseprite
  • Programmieren
    • Java: Netbeans
    • C / C++: Eclipse
    • Android-App: Android Studio
    • iOS-App: xCode
  • Sounds
    • Audiojungle.net
    • freesound.org

Was sollte der Infopreneur können, wenn er seine App selbst erstellen möchte? (top)

Zu den wichtigsten Voraussetzungen zur Entwicklung der eigenen App gehört ein gutes Wissen über objektorientierte Software-Entwicklung – speziell gemeint ist damit die Programmiersprache C.

Alternative: Sich von Externen helfen lassen (top)

Sollte der Infopreneur selbst nicht programmieren können, kann er dennoch eine App erstellen lassen, in dem er auf die Leistung anderer Entwickler zugreift. Um sich dazu einen passenden Dienstleister aussuchen zu können, helfen dem Infopreneur folgende Fragen:

  • Welchen ersten Eindruck gewinnt er von seiner Internetpräsenz?
  • Welche Dienstleistungen bietet dieser an?
  • Welche Referenzen weist er vor?
  • Wie setzt sich sein Preis zusammen, und wie hoch ist dieser?

Zusätzlich sollte der Infopreneur auch das Entwicklungsergebnis in Form eines Lastenhefts schriftlich definieren. Dabei kann er auch dessen Referenzprojekte berücksichtigen und in seine Definition mit einsetzen.

Grundsätzlich gibt es bei solch einer externen Entwicklungsdienstleistung zwei gegensätzliche Vorgehensmodelle:

  • Wasserfallmodell
    Das Wasserfallmodell stellt die einzelnen Phasen in Form eines Wasserfalls dar. Dieses Vorgehensmodell zeichnet sich durch einen sequenziellen Charakter aus. Es ist dabei nicht möglich auf eine vorhergehende Phase zurückzugehen. Die Anforderungen werden vor dem Start der Entwicklung möglichst detailliert festgelegt. Der Nachteil für den Infopreneur besteht darin, dass er seine App erst am Ende der Wertschöpfungskette erhält, um sie dann testen zu können.
  • Scrum
    Scrum ist ein Vorgehensmodell, um komplexe Probleme zu bewältigen. Es beeinflusst die produktive Entwicklung durch den Einfluss von kreativen Ideen, die während der Arbeit einfließen können. Damit ist Scrum nicht so starr gestrickt wie das Vorgehen in einem Wasserfallmodell. Es handelt sich damit also um einen gegenteiligen Ansatz: Anfangs werden lediglich die wichtigen Funktionen aus der Idee des Infopreneurs übernommen. Daraufhin startet die Entwicklung. Aus diesem Grund müssen die Ideen nicht nur vom Infopreneur stammen, sondern auch der Entwickler darf seine eigenen in das Projekt übernehmen. Ebenfalls erhält der Infopreneur dabei auch die Möglichkeit, die Entwicklung seiner App früher und stärker zu testen, um sie dadurch auch stärker gestalten zu können.

Wie sehen die Schritte bei einer externen App-Erstellung aus?(top)

Hier fassen wir nochmals kurz zusammen, welche einzelnen Schritte der Infopreneur im Zusammenhang mit seiner externen App-Entwicklung durchführen sollte:

  • Schritt 1: Planung
    Hier sollte er sich genügend Zeit nehmen, um festzulegen, was seine App beinhalten sollte.
  • Schritt 2: Experten-Kooperation
    Bevor er sich für die Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister entscheidet, sollte er die in Frage kommenden Experten zuvor miteinander vergleichen.
  • Schritt 3: Kontrolle der App-Entwicklung
    Dazu sollte ein Grundgerüst für die Entwicklung seiner App aufgebaut werden. Dieses sollte vor allem die funktionelle Struktur der App darstellen. Damit kann der Infopreneur dann überprüfen, ob sein Konzept mit der Entwicklung des Dienstleisters übereinstimmt.
  • Schritt 4: App-Übernahme
    Sobald die App fertig entwickelt wurde, kann der Infopreneur sie dann übernehmen. Dabei sollte der Entwickler dann die Rechte an der App an ihn abtreten. Zusätzlich sollte dieser Dienstleister ihm auch die Bedienung und Verwaltung seiner App erklären. Ebenso könnte er auch dabei helfen, die App in den dazu passenden App-Stores anzubieten.
  • Schritt 5: App-Vermarktung
    Als letzten Schritt sollte der Infopreneur dann dafür sorgen, seine App online zu bewerben, um sie dadurch den potentiellen Kunden bekannt zu machen.

Abschließend halten wir fest, dass es im Rahmen seiner Umsetzung für den Infopreneur sehr wichtig ist, sowohl sein Konzept wie auch die dazu passende Finanzierung schnellstmöglich zu testen. Denn sollte etwas nicht gut laufen, ist es eben wichtig, dies ohne Zeitverzögerung feststellen zu können, da es dadurch für ihn am einfachsten ist, dies entsprechend anzupassen.

App vermarkten (top)

Wie und wo kann der Infopreneur seine App verkaufen? (top)

Wie bereits erwähnt, eine „Native App“ lässt sich über die existierenden App-Stores verkaufen. Zu den bekanntesten gehören diese beiden:

  • Apple App-Store: (iOS)
  • Google Play: (Android)

„PWA“-Apps lassen sich dahingegen nicht verkaufen. Im nächsten Kapitel „Monetarisierung“ erfahren Sie, wie der Infopreneur trotzdem auch damit Geld verdienen kann.

Wie funktioniert die Veröffentlichung in den App-Stores?(top)

Verfügt der Infopreneur über eine fertiggestellte App, so wird diese vom zugehörigen App-Store zunächst überprüft, bevor sie zum Verkauf veröffentlicht wird. Der Blick wird dabei darauf gerichtet, dass es sich um kein Schadprogramm handelt und alle entsprechenden Richtlinien eingehalten wurden. Nach dieser Prüfung wird die App dann automatisch veröffentlicht. Sollte der Infopreneur sich jedoch einen bestimmten Veröffentlichungstermin wünschen, dann sollte er dem App-Store beim Einreichen seiner App mitteilen, dass er diese Herausgabe selbst manuell durchführen möchte. Nach der positiven Prüfung erhält er dazu eine Mitteilung des App-Stores, wonach er dann selbst entscheiden kann, wann seine App veröffentlicht wird.

Ein weiterer wesentlicher Punkt im Rahmen der App-Veröffentlichung ist das Erstellen von Beschreibungstexten und Screenshots. Diese werden dazu benötigt, um eine App bekannt zu machen und deren Funktionalität zu erklären. Wichtig ist dabei, dass der Infopreneur innerhalb dieser Texte die richtigen Keywords einsetzt, um dadurch seine App möglichst vielen potentiellen Nutzern vorstellen zu können.

Wie sollte der Infopreneur seine App bewerben? (top)

Zusätzlich zu den gerade in den App-Stores beschrieben Maßnahmen, sollte er seine App auch im restlichen Bereich des Internets bewerben. Dazu kann er unter anderem folgende Möglichkeiten umsetzen:

  • Website: Für die App eine eigene Website erstellen und diese bei den Suchmaschinen bewerben.
  • Posts: Ansprechende und erklärende Blogbeiträge schreiben und möglichst stark verbreiten.
  • Pressemitteilungen: Derartige erstellen und an Online-Magazine senden.
  • Soziale Netzwerke: Auf diesen Kanälen Werbungen schalten. Ebenso kann bereits vor der Veröffentlichung der Stand der Entwicklung regelmäßig mitgeteilt werden – beispielsweise auf Twitter. Youtube kann genutzt werden, um das Können der App zu beschreiben.
  • Ebenso kann der Infopreneur auch sein eigenes Umfeld dazu nutzen, um per Mund-zu-Mund-Propaganda von seiner App zu berichten.

App monetarisieren (top)

Selbstverständlich muss es sich nicht unbedingt auch um Einnahmen handeln. Schließlich kann es auch andere Gründe für das Erstellen von Apps geben. Aber dieser Artikel wirft darauf keinen Blick! Deshalb überlegen wir uns zunächst noch, welche Kenntnisse über Entwicklungskosten dem Infopreneur bekannt sein sollten, bevor wir die Einnahmemöglichkeiten durch diese Apps betrachten.

Kosten (top)

Wie hoch sind die Kosten für die Entwicklung einer App?

Dazu ist keine allgemeingültige Aussage möglich. Entsprechend vieler Berichte zu diesem Thema ergibt sich eine große Spannweite für diese Entwicklungskosten. Tendenziell sollte der Infopreneur wohl von Beträgen zwischen 5.000€ und 25.000€ ausgehen. In manchen Artikel handelt es sich selbst um Beträge von über 50.000€.

Es gibt sehr entscheidende Faktoren, die einen hohen Einfluß auf die Kostengestaltung der App haben. Dazu zählen unter anderem:

  • Art der App
  • Endgeräte-Nutzbarkeit
  • Designgestaltung
  • User-Profile mit Login-Bereich
  • Zahlungsabwicklungsmöglichkeit

Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Kostenfaktoren, die eine Rolle spielen beim Preis der App. Ebenfalls sollte dem Infopreneur klar sein, dass es sich nicht nur um einmalige Kosten, sondern auch um laufende Kosten handeln wird, wie beispielsweise:

  • Kosten für die Weiterentwicklung
  • Aufwendungen für administrative Ausgaben

Bei dieser Fragestellung ist deshalb festzuhalten, dass eine billige App sicherlich nur gering entwickelt sein wird und dadurch den Usern auch keinen großen Mehrwert liefern kann. Deshalb sollte der Infopreneur auch nicht die Kosten beschränken, wenn er damit den Mehrwert und die weitere Funktionalität für den Nutzer beschränken würde.

Aus diesen Gründen sollte der Infopreneur, um sein Projekt von Beginn an perfekt planen zu können, sich gründlich damit auseinandersetzen, wie hoch die Kosten seiner App-Entwicklung sind. Zusätzlich wird ihm auch empfohlen, sich dafür Kostenvoranschläge zu beschaffen, um dadurch einen Überblick über die auf ihn zukommenden Kosten zu bekommen.

Wie viel kostet es den Infopreneur seine App in den App-Stores zu verkaufen?

Um seine App in einem App-Store anbieten zu können, braucht der Infopreneur einen dazu passenden Developer Account. Von folgenden Kosten ist dabei auszugehen:

  • Apple: Mitgliedschaft beim „Apple Developer Program“. Die derzeitigen Kosten sind 99€ pro Jahr.
  • Android: Mitgliedschaft beim „Google Play – Entwicklerkonto“. Die Kosten dafür sind einmalig 25$.

Zusätzlich hat der Infopreneur davon auszugehen, dass sämtliche Gewinne derart aufgeteilt werden, dass er lediglich 70% davon erhält, und die zum Verkauf verwendete App-Store 30% davon übernimmt.

Einnahmen (top)

Im Folgenden werden nun die verschiedenen Einnahmemöglichkeiten beschrieben, die der Infopreneur durch das Angebot seiner App erhält. Dabei sollte ihm klar werden, dass eine intelligente Kombination dieser Monetarisierungsmöglichkeiten für ihn die höchsten Umsätze generieren kann.

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Umsatzquellen: Enduser und Werbetreibende. Oftmals ist es sinnvoll diese Umsatzquellen gemeinsam zu integrieren, um einen maximalen Umsatz mit einer App zu erreichen.

Einnahmemöglichkeiten:

  • App verkaufen

Erklärung:
Bei diesem Geschäftsmodell hat der User von Anfang an etwas für die App zu bezahlen, die er nach der Zahlung im entsprechenden App-Store downloaden kann. Dabei geben die jeweiligen App-Stores dem Infopreneur die dazu möglichen Preise in ihren Preisstufen vor.

Um eine sofortige Preiszahlung der Nutzer zu umgehen, kann der Infopreneur das Angebot seiner App dazu auch in zwei unterschiedliche Versionen unterteilen:

a) Light Version: App ist anfangs kostenlos, verfügt jedoch über noch nicht alle erhältlichen Funktionen.
b) Premium Version: Dies ist die kostenpflichtige App, die alle Funktionen beinhaltet.

Des weiteren lässt sich solch eine Kauf-App auch in Form eines Abo-Modells vermarkten: Beim User entsteht dadurch ein regelmäßig wiederkehrender Betrag, den er für die Nutzung dieser App zu bezahlen hat.

Folgende Begriffe werden ebenfalls für dieses Geschäftsmodell verwendet:

    • Premium App
    • Pay per Download

Tatsächliche Angebote in diesen App-Stores setzen sich wie folgt zusammen:

    • Android: ca. 6% Kauf-Apps; ca. 94% Gratis-Apps
    • Apple: ca. 12% Kauf-Apps; ca. 88% Gratis-Apps

Vorteil:

    • Der Infopreneur erhält einen festen Betrag pro Download.
    • Hat solch eine App lediglich den Zugriff auf eine sehr geringe Zielgruppe, die damit jedoch einen sehr hohen Mehrwert geliefert bekommt, dann kann diese mit einem hohen Preis dennoch zu einem beachtlichen Gewinn führen.

Nachteil:

    • Der Infopreneur bekommt weniger Downloads, als wenn seine App kostenlos wäre. Dies verlangsamt die Verbreitung seiner App.
    • Viele User sind nicht bereit, etwas für eine App zu bezahlen, wenn sie sie zuvor noch nicht testen und sich davon überzeugen konnten.
    • Es ist für den Infopreneur nicht einfach, den richtigen Preis für seine App festzulegen, um dadurch den besten Umsatz zu erzielen. Denn verlangt er zu viel, werden sehr wenige User die App downloaden; verlangt er zu wenig, dann müssten sehr viele Downloads davon durchgeführt werden.
    • Da die App nur einmal gekauft werden muss, kann der Infopreneur sich unter Umständen keine regelmäßige Weiterentwicklung dazu leisten.

Bewertung/Kritik:

    • Dieses Modell funktioniert nur dann, wenn der User sich vorstellen kann, welchen Nutzen ihm diese App bietet. Deshalb sollte für ihn in irgendeiner Weise die Möglichkeit bestehen, die App kennenzulernen und zu verstehen.
    • Der Erfolg dieses Modells ist sicherlich in starkem Maße abhängig von der Höhe des Preises.
    • Abschließend hält sich auch noch fest, dass solche Apps besonders geeignet sind für Fach- und Geschäftsleute.
  • In-App-Kauf

Erklärung:

Dieses Kaufmodell kann vom Infopreneur dazu genutzt werden, um unterschiedliche digitale Produkte zu verkaufen. Es handelt sich dabei um Käufe, die der User in einer App tätigt.

Die Basisversion dieser App ist für den User kostenlos. Möchte dieser jedoch dann weitere, zusätzliche Eigenschaften und Funktionen im Rahmen dieser App erhalten, hat er dafür etwas zu bezahlen. Dazu sollte der Infopreneur ihm zum richtigen Zeitpunkt und im richtigen Kontext ein attraktives Angebot erstellen.

Generell gibt es drei unterschiedliche Arten von In-App-Käufen:

    • Abonnements:
      Der User zahlt für den Zugriff auf die Inhalte der App während eines bestimmten Zeitraums.
      Beispiel: Music-Abonnement
    • Aufbrauchbare Käufe:
      Der User hat den Artikel jedes Mal dann zu bezahlen, wenn er ihn haben möchte. Er kann ihn nicht nochmal kostenlos downloaden.
      Beispiel: Währung für Spiel in der App
    • Nicht-aufbrauchbare Käufe:
      In diesen Fall kauft der User etwas, was er nicht aufbrauchen kann. Dementsprechend braucht er es nur einmalig zu bezahlen.
      Beispiel: Entfernung von Werbung in der App

Regeln:

Im Zusammenhang mit solch einem In-App-Kauf geben die App-Stores Regeln vor:

    • Es dürfen nur digitale Dienste und Produkte verkauft werden.
    • Alle Verkäufe von digitalen Gütern müssen per In-App-Kauf abgehandelt werden.
    • Nicht digitale, sondern physische Dienste und Produkte dürfen nicht über In-App-Kauf verkauft werden.

Beispiele:

Hier werden nun einige Beispiele aufgelistet, die ein User ihm Rahmen von In-App-Käufen erhalten kann:

    • Werbefreiheit
    • Zusätzliche Inhalte und Funktionen
    • Längere Nutzungsdauer
    • Zusätzliche User-Accounts
    • Spezielle Angebotszugänge
    • Premiumversion
    • Zahlungssysteme im Rahmen dieser App

Vorteil:

    • Der Infopreneur erhält bei diesem Modell die Chance, eine attraktive App zu erstellen, ohne negative Auswirkungen von Werbungen auf den User. Ebenfalls kann er damit eine App realisieren, bei dem der User permanent In-App-Produkte zu kaufen hat.

Nachteil:

    • Einer der größten Nachteile ist dabei, dass die App-Stores 30% des Verkaufspreises für sich kassieren, denn die Einnahmen werden zwischen dem App-Stores und den App-Anbietern im Verhältnis 30% zu 70% aufgeteilt.
    • Bei vielen Usern ist der Geiz derart ausgebreitet, dass sie deshalb nicht bereit sind, Geld für In-App-Käufe auszugeben. Somit sind es deshalb nur wenige, die diese Käufe durchführen werden.

Bewertung/Kritik:

    • Wichtig ist für den Infopreneur, dass seine kostenlose Basisversion bereits ordentlich Mehrwert bietet, damit der User bereit ist, für ein besseres Vorgehen, weitere Funktionen oder neue Inhalte etwas zu bezahlen.
    • Da viele User zunächst mal die App kennenlernen und testen möchten, bevor sie diese kaufen werden, wird dieses In-App-Kauf-Modell stark akzeptiert.
  • Werbeeinnahmen

Erklärung:

In solch einem Fall verwendet der Infopreneur dazu Werbeeinblendungen in seiner App. Dazu kann er Banner, Display-füllende Anzeigen oder auch Videos nutzen. In der Regel basiert seine Einnahmemöglichkeit dabei auf dem sogenannten Pay-Per-Click-System. Das heißt, diese Werbungen werden dem User in unterschiedlicher Form gezeigt mit dem Ziel, dass er darauf klickt und sich dabei weiterleiten lässt zu anderen Apps oder Websites. Findet das so statt, erhält der Infopreneur dafür dann sein Geld.

Vorteil:

    • Bei dieser Einnahmemöglichkeit braucht der Infopreneur nicht auf 30% seiner Einnahmen zu verzichten, wie in den zuvor beschriebenen Fällen.
    • Durch solch eine Einnahmemöglichkeit, kann er seinen Usern seine App auch kostenlos anbieten. Dadurch steigert sich die Anzahl der Nutzung im Vergleich dazu, wenn sie verkauft würde.
    • Er kann damit viel Geld verdienen, wenn es sich um eine häufig genutzte App handelt.

Nachteil:

    • Der User empfindet Werbung sehr oft als störend.
    • Die Werbetreibenden sind selten bereit, eine hohe Summe für einen Werbe-Klick zu bezahlen. Das heißt, der Pay-Per-Click ist meistens sehr gering.
    • Einerseits muss der Infopreneur die Menge der Anzeigen in seiner App relativ hoch halten, um genügend Geld damit verdienen zu können. Andererseits untergräbt dies wiederum Zufriedenheit der User mit der App.
    • Erst eine Menge von mindestens 20.000 Usern dieser App sorgt dafür, dass bei Werbetreibenden überhaupt ein Interesse an dieser App entsteht.

Bewertung/Kritik:

    • Die Einnahmenstärke ist vor allem von der Nutzungshäufigkeit der User abhängig.
    • In der Regel ist jedoch davon auszugehen, dass eine derartige Einnahmequelle nicht besonders lohnend ist, denn nur wenige User klicken tatsächlich auf solche Werbeanzeigen.
    • Diese Werbung auf seiner App sollte der Infopreneur auch nicht übertreiben, sonst läuft er die Gefahr dadurch Teile seiner User zu verlieren.
    • Empfehlung: Aus all diesen Erkenntnissen heraus sollte der Infopreneur seinem User auch die Möglichkeit geben, sich innerhalb der App die Werbefreiheit – erkaufen zu können.

Um seine App werbetechnisch zu vermarkten, kann der Infopreneur dazu unter anderem zugreifen auf: AdMob. Es handelt sich bei diesem Ad-Network um einen der weltweit größten Anbieter, der sich auf mobile Werbung spezialisiert hat und dabei verfügbar ist für die Apps der allermeisten Betriebssysteme.

Alternativ zu solch einer Möglichkeit auf den Zugriff eines Werbenetzwerkes, kann der Infopreneur auch versuchen, seine Werbetreibenden direkt zu kontaktieren und mit seiner App in Verbindung zu bringen. Dabei kann er für seine App optimale Inhalte besorgen, so dass die User diese Werbung selbst kaum als solche wahrnehmen. Außerdem erhält er dadurch die Chance, dass er den Werbepreis selbst verhandeln und auch vermeiden kann, dass ein Dritter dazwischen steht und einen Teil dieses Geldes für sich abgreift.

  • Affiliate-Marketing

Erklärung:

Bei dieser Möglichkeit verlinked der Infopreneur die Inhalte seiner App mit den Angeboten von Online-Shops. Findet dabei ein Kauf durch den User aufgrund eines Links statt, erhält er dafür eine Provision.

Beispiel:

    • Rezensionen – die darin erwähnten Bücher mit einem Online-Shop verbinden.

Vorteil:

    • Derartige Shopping-Links bieten nicht nur dem User einen Mehrwert, sondern auch der Infopreneur erhält dadurch ein Einkommen.
    • Diese Kaufempfehlungen stehen dem User kostenlos zur Verfügung.
    • Es sind dazu keinerlei Werbungen oder In-App-Käufe notwendig. Der User fühlt sich deshalb auch nicht belästigt.
    • Viele User nutzen diese Empfehlungen, um dadurch etwas zu kaufen.

Nachteil:

    • Es ist nicht leicht für den Infopreneur, mit einigen Anbietern zusammenzuarbeiten und deren Produktliste auf seiner App zu pflegen.
    • Dadurch entsteht für ihn auch die Abhängigkeit vom jeweiligen Advertiser.

Bewertung/Kritik:

    • Hierbei handelt es sich um ein klassisches Internetgeschäftsmodell, welches sich immer stärker in den mobilen Internetbereich verschiebt.
  • Lizensierung

Erklärung:

Hierbei generiert der Infopreneur mittels seiner App Lizenzen aus der Handlung seines Users. Danach bietet er diese dann zum Verkauf an.

Beispiel:

    • Der User kreiert tolle Bilder und lädt diese durch die App auf eine dazugehörige Plattform hoch. Diese Bilder stellt der Infopreneur dann seinen Kunden zur Lizensierung zur Verfügung. 

Vorteil:

    • Derartige Daten (Bilder, Videos etc.) können sehr interessant für seine Kunden sein.

Nachteil:

    • Handelt es sich bei dem Lizenznehmer um einen schlechten Kunden, dann kann auch der Infopreneur als Lizenzgeber darunter leiden.

Bewertung/Kritik:

    • Sicherlich ein aufwendiges Geschäftsmodell, welches aber bei der Bereitstellung guter Produkte, die durch die User zu erzeugen sind, sehr erfolgreich sein kann. 
  • Kostenlose Testapp

Erklärung:

In diesem Fall kann sich der User die App downloaden und sie innerhalb eines definierten Zeitraums kostenlos nutzen. Möchte er danach weiterhin die App für sich nutzen, dann hat er dafür eine kostenpflichtige Version zu installieren.

Vorteil:

    • Dadurch kann ein User die App absolut kostenfrei testen. Dabei handelt es sich sicherlich um einen positiven Effekt für ihn.

Bewertung/Kritik:

    • Sollte der User sich nach der Testphase für den Kauf entschieden haben, ist dies für den Infopreneur sicherlich auch eine gute Möglichkeit sich mit dem User zu kontaktieren, um Feedback über seine App von ihm zu erhalten.
  • White-Label-App

Erklärung:

Als letzte Möglichkeit berichten wir nun noch darüber, dass der Infopreneur seine App anderen Unternehmen zu ihrer eigenen Nutzung zur Verfügung stellen kann. Diese können dabei seine App unter ihrem eigenen Firmennamen und mit Hilfe ihrer eigenen Marketingaktivitäten in den App-Stores veröffentlichen. Dabei lässt sich in der Regel die App anpassen, damit sie zur Marke und dem Design des Kundenunternehmens passt.

Nachdem wir die unterschiedlichen Einnahmemöglichkeiten beschrieben haben, konzentrieren wir uns nun noch auf einige wissenswerte Erkenntnisse in diesem Umfeld:

  • Bevor der Infopreneur mit der Erstellung seiner App beginnt, sollte er für sich zuvor herausfinden, welche dieser Einkommensmöglichkeiten zu seiner App, seinen Zielen und seiner Zielgruppe am besten passt. Um dieses herauszufinden, sollte er eine Marktanalyse durchführen und dabei potentielle User miteinbeziehen.
  • Möchte er im Rahmen seines App-Projektes auch auf internationale Dienstleistungen zugreifen, sollte ihm klar sein, dass die jeweiligen dazugehörenden Steuersätze unterschiedlich hoch sein können.
  • In diesem Zusammenhang sollte er beim internationalen Verkauf seiner App auch für unterschiedliche Kaufpreise sorgen, die zum jeweiligen Land passen, um dadurch die maximalen Einnahmen zu erhalten.
  • Des Weiteren ist es in diesem internationalen Kontext auch wichtig, dass die App in die jeweils lokale Sprache übersetzt ist.
  • Ebenso wichtig für ihn sollte es sein, die potentiellen Umsätze seiner App zu berechnen. Dies ist sicherlich nicht einfach. Grundsätzlich könnte er dazu folgendermaßen vorgehen:
    • Schritt 1: Bestimmung der maximal möglichen Zielgruppe. Dazu kann er beispielsweise auf Statistik-Portale zugreifen.
    • Schritt 2: Aus dieser Zielgruppe sollte er nun diejenigen herausrechnen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht dazugehören. Dazu sollte er die dazu passenden Kriterien und Umstände festlegen. Folgende Fragen sind Beispiele, die ihn dabei unterstützen könnten:
      • Wie viele potentielle User der Zielgruppe sind mit dem Werbebudget überhaupt erreichbar?
      • Wie viele dieser erreichbaren User nutzen Smartphones und haben einen App-Store-Konto?
      • Wie viele potentielle Smartphone-User, die von der App erfahren, werden diese auch herunterladen?
      • Wie viele der Downloader werden die App auch noch nach der Testversion nutzen?
      • Wie viele der App-User wären bereit für ein Upgrade etwas zu bezahlen?

Abhängig vom Geschäftsmodell und der entsprechenden App hat der Infopreneur auch noch andere „Reduktionskriterien“ für seine Zielgruppe festzulegen. Je mehr dieser Kriterien dabei erfüllt sein müssen, um seine potentiellen User definieren zu können, desto schwieriger wird es für ihn sein. In der Regel begrenzt sich durch solch eine Vorgehensweise das große Userpotential stark.

Um die Nutzeranzahl seiner App zu erhöhen, kann der Infopreneur auch den bereits existierenden Usern innerhalb seiner App eine „User-werben-User“-Funktion anbieten. Durch deren Einsatz können diese damit ebenfalls einen Vorteil erhalten.

Eine weitere Idee, um das Einkommen durch die App zu erhöhen, besteht darin, dass der Infopreneur dem User zusätzlich zu den einzelnen In-App-Kaufpreisen auch die Möglichkeit geben sollte, für einen insgesamt geringeren Gesamtpreis, die kompletten App-Funktionen kaufen zu können.

Strategische Überlegungen (top)

In diesem Abschnitt betrachten wir nun noch einige generelle Überlegungen und Vorgehensweisen. Nachdem wir uns die unterschiedlichen Einnahmemöglichkeiten betrachtet haben, werfen wir jetzt noch einen Blick auf die strategischen Überlegungen, um Geld zu verdienen:

Mit welchen Apps wird tatsächlich viel Geld verdient?
Beispiele dafür sind: Instagram, Snapchat, WhatsApp, etc. Alle diese Apps haben einige Gemeinsamkeiten:

  • Sie sind durch Venture-Capital-Investoren finanziert.
  • Diese App-Betreiber bauen anfangs nicht auf ein konkretes Geschäftsmodell auf. Erst nachdem sich deren App verbreitet hat, beginnen sie mit deren Monetarisierung.
  • Diese Apps sind sehr stark wachstumsorientiert. Dementsprechend werden anfangs jegliche Einnahmen in deren Verbreitung investiert.

Erfolgreiche App übernehmen

Eine erfolgreiche App kann vom Infopreneur übernommen und unter anderem Namen, mit neuen Design und mit wenig Veränderungen zusätzlich angeboten werden. Ziele dieser Vorgehensweise sind:

    • Arbeit sparen
    • Geld sparen
    • Zeit sparen

Vorteil:

  • Dies ist eine Möglichkeit schnell, einfach und günstig zu einer eigenen App zu kommen.
  • Damit ist es für den Infopreneur möglich, relativ schnell eine große Menge an eigenen Apps aufzubauen und dadurch eine große User-Menge zu erreichen.
  • Jede App wird Einnahmen generieren mit denen er zu einem stabilen Einkommen kommt.

Nachteil:

  • Diese Apps sind dann nicht sehr innovativ, da sie ja nicht neu sondern kopiert sind.
  • Nur selten gelangt der Infopreneur an eine richtig gute App. Oftmals handelt es sich deshalb eher um bescheidene Apps, die die entsprechende Zielgruppe nicht wirklich benötigt.

Ein laufendes Geschäft benötigt einen mobilen Kanal

Für ein laufendes Geschäft gilt es heutzutage einen mobilen Kanal einzurichten. Der Infopreneur kann sich damit neue Märkte erschließen und neue Kundenkreise erreichen.

Fazit (top)

Das Internet wird immer mobiler. Nachdem in diesem Artikel deshalb vieles zum Thema App angeschaut und überlegt wurde, ist eines für den Infopreneur ganz wichtig: Für den Erfolg benötigt er nicht unbedingt Programmierkenntnisse. Eine App kann er auch entwickeln lassen.

Der Weg zur eigenen App ist nicht leicht, schnell und günstig. Aber entgegen der allgemein vorherrschenden Meinung ist es auch für kleine Unternehmen möglich – und vor allem auch sinnvoll – eine App für sich entwickeln zu lassen. Was der Infopreneur dazu braucht, ist einfach eine sehr gute Idee und eine dazu passende Vorgehensweise. Aus all diesen Gründen sollte er sich überlegen, ob er eine eigene App anbieten möchte.

 

 

 

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