Geschäftsidee: Domainhandel – so lässt sich mit Domains Geld verdienen

Domainhandel

Wenn der Infopreneur die richtigen Domains verkauft, dann kann er damit sehr viel Geld verdienen. Wichtig ist dabei jedoch für ihn zu wissen, dass zum einen der Domainhandel nicht ganz so einfach zum großen Erfolg führt. Zum anderen sollte ihm auch klar sein, dass ein großer Teil des Domainhandels bereits stattgefunden hat. Dennoch handelt es sich um eine lohnenswerte Geschäftsidee, bei der er mit der richtigen Vorgehensweise sehr erfolgreich sein kann. Dieser Artikel zeigt dem Infopreneur nun, wie dieser Handel funktioniert, wie er einsteigen kann und worauf er dabei achten sollte. 

Dazu betrachten wir diese Geschäftsidee im Folgenden nun aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln: Kauf und Verkauf. 

Inhaltsverzeichnis

Kauf

Verkauf

 

Erklärungen (top)

Es gibt im Rahmen dieses Textes einige Begriffe, die wir am Anfang nun erst einmal vorstellen und erklären wollen:

  • Domain: Dabei handelt es sich um eine Internetadresse (URL).
  • Domainhandel: Gewerblicher Handel mit Internetadressen, also Domains.
  • Expired Domains: Hier handelt es sich um Domains, welche bei der jeweiligen Registrierungsstelle gelöscht wurden.
  • Auth-Code: Dieser Autorisierungscode ist ein Passwort, welches benötigt wird, falls die Domain zu einem anderen Provider übergeben werden soll.
  • TLD (Top Level Domain): Um dies zu verstehen, betrachten wir nun die komplette Struktur eines Domainnamens – Beispiel: „bilder.infopreneur.de
    • bilder: Dies ist der „third level“, auch genannt als „subdomain“.
    • infopreneur: Dies ist der „second level“.
    • de: Dies ist der „top level“.
  • 3 Bereiche der TLDs: Die Top Level Domains lassen sich in 3 Bereiche unterteilen:
    • gTLD: Generig-Top-Level-Domains. Darin befinden sich die bekanntesten TLDs. Beispiele: *.biz, *.com, *.info, *.net, *.org, etc.
    • sTLD: Sponsored-Top-Level-Domains. Dabei handelt es sich um TLDs, die von Regierungen, Unternehmen oder speziellen Gruppen gesponsert werden. Beispiele dazu sind:
      • *.museum – reserviert für Museen.
      • *.travel – reserviert für Reisebüros und ähnliche Unternehmen.
    • ccTLD: Country Code Top-Level-Domains. Das sind Top-Level-Domains, die bestimmte Länder repräsentieren. Beispiele dazu sind:
      • *.us – USA
      • *.eu – Europa
      • *.de  – Deutschland

KAUF

Welche Voraussetzungen sollte der Infopreneur für den Domainhandel erfüllen? (top)

Grundsätzlich kann jeder mit Domains handeln, das heißt diese kaufen und wieder verkaufen.

Dabei gibt es jedoch für den Infopreneur eine Voraussetzung, deren Erfüllung sinnvoller Weise sehr wichtig ist: Er sollte geduldig sein, denn es ist ihm vor dem Verkauf in der Regel nicht bekannt, wann dieser stattfinden wird.

Des Weiteren ist für ihn die Fähigkeit, geschickt verhandeln zu können, ebenfalls sehr wichtig. Kauft er nämlich eine bereits besessene Domain eines anderen Verkäufers, kann er dadurch mit diesem einen guten Preis verhandeln und sein Gewinnpotential erhöhen.

Um bei seinem Domainverkauf eine zeitliche Unabhängigkeit zu erreichen, sollte er zusätzlich auch über eine finanzielle Sicherheit verfügen. Diese erlaubt es ihm, seine Domains erst zum richtigen Zeitpunkt zu verkaufen. Dadurch kann er verhindern, dass er aufgrund eines finanziellen Drucks diese zu früh und zu billig verkaufen muss. 

Zwischen dem Kauf und dem Verkauf können unter Umständen selbst einige Jahre liegen. Dennoch lässt sich eine derartige Wartezeit von dem Infopreneur auch finanziell nutzen. Die dafür notwendigen Aktivitäten werden wir im Folgenden beschreiben. 

Wie sollte er vorgehen, um Domains zu kaufen? (top)

Nachdem wir uns zuerst die Voraussetzungen betrachtet haben, schauen wir nun auf die Punkte, an die sich der Infopreneur beim Kauf seiner Domains halten sollte:

  • Konzentration auf wertvolle Domains
    • Damit ist gemeint, dass er nicht wahllos auf jegliche angebotenen Domains zugreifen sollte. Vielmehr sollte er sich bei seinem Kauf an der jeweiligen Qualität der Domain orientieren. Dadurch kann er seine Kosten geringer halten und seinen Gewinn erhöhen.
  • Neue Domainendungen in Frage stellen
    • Werden neu angebotene Domainendungen tatsächlich langfristig nachgefragt? Beispiele sind: *.bond, *.compare, *.dealer. Bringt dies den Infopreneur zum Zweifeln, sollte er solche eher nicht kaufen. 
  • Sicheren Domain-Marktplatz benutzen
    • Entscheidet er sich für den Kauf von Domains, sollte er dazu auf gut bekannte und seriöse Handelsplattformen zugreifen. Dadurch kann er sicherstellen, dass die von ihm gekaufte Domain nicht einfach verschwindet. Denn es gibt offensichtlich in diesem Handelsbereich auch Betrüger. Um dazu passende Marktplätze zu finden, sollte der Infopreneur eine Recherche durchführen und dabei auch auf die Meinungen der zugehörigen Nutzer achten.
  • Wert der Domains erkennen
    • Dies ist ein sehr wichtiger Punkt für den Infopreneur, denn nur bei guten Werten sind auch gute Gewinne zu erwarten. Allerdings ist das Herausfinden der Domainwerte nicht einfach. Im Folgenden findet er dazu einige Tipps und Überlegungen.
  • Experte sein
    • Zusammenfassend lässt sich festhalten: Der Infopreneur sollte sich zum Experten entwickeln, um dadurch erfolgreich Domainhandel betreiben zu können. Dabei sollte er ständig analysieren und prüfen, um unter anderem dabei die jeweils neuesten Entwicklungen und Trends herausfinden zu können. Ebenso ist es wichtig für ihn zu erkennen, welche Bereiche noch nicht komplett abgedeckt sind.

Wo können die Domains gekauft werden? (top)

Zum einen kann sich der Infopreneur eine oder mehrere Domains im Zusammenhang mit dem Aufbau eines eigenen Hostings besorgen. Das heißt, er erhält in diesem Fall eine Domain und den dazugehörigen “Stellplatz” im Internet.

Zum anderen kann er Domains auch bei darauf spezialisierten Domainhändlern und Domainplattformen kaufen. Zu den bekanntesten zählen:

Grundsätzlich lassen sich die Domains als „freie“ oder „bereits registrierte“ Domains unterscheiden.  Im letzteren Fall, kann der Infopreneur auf sogenannte Backorder-Dienstleister zugreifen. Diese helfen ihm dabei an wichtige, aber derzeit noch vergebene Domains zu kommen, sobald sie sich zu sogenannten „Expired Domains“ wandeln. Dabei handelt es sich dann um Domains, von der sich die Vorbesitzer verabschiedeten und deren Registrierung dadurch gelöscht wurden.  

Welche rechtlichen Aspekte sollten beim Domainhandel berücksichtigt werden? (top)

Der Infopreneur sollte nur mit Domains handeln, die keinerlei Rechte verletzen. Dazu hat er vor dem Einstieg in den Handel für all seine Domains die Marken- , Namen- und Urheberrechte zu berücksichtigen, um dadurch jegliche Rechtsverletzungen zu vermeiden. Selbst wenn er einen Domainnamen auswählt, der einer Marke sehr ähnelt, läuft er die Gefahr, dass diese ihm entzogen wird. Sollte es tatsächlich zu juristischen Konflikten kommen, werden vom dem Infopreneur relativ hohe Streitwerte verlangt.

Um die Hintergründe einer Domain herauszufinden, kann er auf die Hilfen von speziellen Anbietern zugreifen. Ein Beispiel dazu findet er hier. Sehr viele Domainnamen sind allerdings nicht geschützt und können prinzipiell vom Infopreneur erworben werden.

Einen richtig sicheren Domainhandel bieten dem Infopreneur folgende Begriffe an:

  • der eigene Vor- und Nachname
  • allgemeine Begriffe
  • Phantasiebegriffe, wobei diese nicht bereits rechtlich geschützt sein dürfen.

Wichtig ist auch, dass er beim Verkauf unbedingt einen schriftlichen Kaufvertrag mit dem Käufer abschließt. Denn nur so kann der Infopreneur im Streitfall seine Ansprüche auch durchsetzen. Dazu passende Musterverträge findet er hier

Ein Domain-Kaufvertrag sollte auch immer einen Haftungsausschluss für sog. „Rechtsmängel“ enthalten. Gemeint ist damit, falls einzelne vertragliche Regelungen unwirksam sind und der Vertrag Lücken aufweist, wird die Gültigkeit des gesamten Vertrages dadurch nicht berührt. 

Falls es sich beim Verkauf um einen richtig hohen Preis handelt, sollte der Infopreneur sich am besten von einem Spezialanwalt oder einem professionellen Domain-Makler dabei unterstützen lassen.

Im Fall des Kaufs einer wertvollen Domain, sollte der Infopreneur versuchen, diese für ihn zu sichern und zu verhindern, Abmahnungen und einstweilige Verfügungen zu erhalten. Dazu könnte er beispielsweise einen Markenrechtschutz beim DPMA beantragen. Handelt es sich bei der Domain jedoch um einen allgemeinen Begriff, so ist das sehr wahrscheinlich nicht möglich. Ebenso sollte er den juristischen Hintergrund untersuchen: Hat jemand stärkere Rechte daran, als er selbst?

Des Weiteren hat der Infopreneur noch zu beachten:

  • Der Käufer muss in die WHOIS-Datenbank eingetragen werden.
  • Falls der Käufer mit der Domain zu einem anderen Provider wechselt, wird dazu ein sogenanntes Provider-Wechselschreiben gebraucht. Der neue Provider kann damit dann bei DENIC einen sogenannten KK-Antrag stellen, um den Wechsel zu veranlassen.
  • In jedem Fall sollte er bevor es zur Übergabe an den Käufer kommt, dazu seinen Provider nach der richtigen Vorgehensweise fragen.

Welches sind die wichtigen, teuer zu verkaufenden Domains? (top)

Zunächst einmal stellen wir fest, dass die meisten generischen Domains bereits in den Händen verschiedenster Eigentümer sind. Gemeint sind damit beschreibende Domains, deren „second level“ auf Gattungsbegriffen basieren. Beispiele dafür sind: auto.de, buch.de, hotel.de, etc. Hätte der Infopreneur vor vielen Jahren sich diese Domains sichern können, würde ihm heutzutage dafür sicherlich sehr viel Geld von Käufern angeboten werden. 

Wie zuvor bereits beschrieben, der Infopreneur sollte Trends und Zeitgeist erkennen, um sich Domains zu beschaffen, die er danach gewinnbringend verkaufen kann. 

Prinzipiell kann der Infopreneur mit allen Domains handeln. Dabei lassen sich diese in verschiedene Arten der TLDs (Top-Level-Domains) unterscheiden:

  • Zum einen kommen immer weitere nTLDs (neue Topl-Level-Domains) dazu. Beispiele dazu sind: *.airforce, *.band, *.car etc.
  • Zum anderen gibt es die seit Anfang an stark nachgefragten, klassischen *.de- oder *.com-Domains. Diese dürften den Infopreneur beim Kauf wohl zu höheren Kosten führen, wobei er beim Verkauf auch von höheren Preisen ausgehen sollte.

Bei diesen zuerst erwähnten neuen Domains (nTLDs) ist die Nachfrage derzeit noch wesentlich geringer, als bei den altbekannten Domainendungen.

Zu der von uns gestellten Frage gibt es viele unterschiedliche Meinungen, wobei auffällt, dass die meisten davon ausgehen, dass diese Kriterien zum Verkaufserfolg führen:

  • Es sollten kurze Domains sein – im Idealfall ein Begriff.
  • Es sollte sich um die altbekannten, klassischen TLD (Top Level Domains) wie *.de, *.com, etc. handeln, die bereits seit Anfang an verwendet werden. 
  • Es sollten Domains sein, die zu jeweils starker Branchenstärke sowie auch Marktnachfrage passen. 

Weitere Aspekte, woran der Infopreneur attraktive Domains zum Verkauf erkennen kann, sind deren Ranking in den Suchmaschinen sowie die Häufigkeit der Backlinks auf diese Domains. Ebenfalls ist auch die Anzahl der zu der jeweiligen Domain passenden Suchanfragen sehr wichtig. 

Ebenfalls helfen auch folgende Überlegungen dem Infopreneur dabei herauszufinden, welche Domains für ihn erfolgreich sein können:

  • Er sollte sich auf gut klingende Kunstnamen konzentrieren, die zu aktuellen Trends passen.
  • Er sollte sich Domains beschaffen, die für größere Unternehmen attraktiv sein könnten. Hätte er beispielsweise vor Jahren sich Domains zum Thema „Elektromobilität“ gesichert, würde er heutzutage diese sicherlich zu guten Preisen verkaufen können.
  • Ein weiteres Kriterium für den Wert einer Domain ist, dass solche Domainbegriffe stark nachgefragt sind, von denen es nicht mehr viele freie gibt.
  • Aufgrund regionaler Eingrenzungen kann es für den Infopreneur auch interessant sein, Domains mit anderen Endungen anzubieten. Beispiele dafür wären Domains für spezielle Länder wie Österreich (*.at) oder Schweiz (*.ch).

Eine weitere Idee ist das sogenannte „Cybersquatting“:

  • Dabei handelt es sich unter anderem um die Registrierung von falschgeschriebenen Markennamen als Domain. Teilweise können diese dann vom Infopreneur mit großem Gewinn an die entsprechenden Unternehmen weiterverkauft werden. Wichtig ist jedoch für ihn zu wissen, dass dabei eine große Gefahr aufgrund rechtlicher Verstöße bestehen kann. Um sich darüber besser zu informieren, kann er hier weitere Informationen dazu finden. 

Im Gegensatz zu all den positiven Überlegungen wird oftmals auch davon ausgegangen, dass folgende Kriterien eher zu keinem erfolgreichen Verkauf führen:

  • Neue TLDs (neue Top Level Domains), die erst seit 2013 eingeführt wurden. Beispiele: *.blog, *.berlin, *.money etc. Ein Grund dafür ist, dass es mit derartigen Domains sehr viel schwerer ist, ein gutes Ranking bei den Suchmaschinen zu erreichen. 
  • Des Weiteren besteht auch ein deutlich größeres Angebot an derartig freien Domains. 

Dies sollte dem Infopreneur klar machen, dass der Handel mit derartigen Domains ihm nicht so viel Erfolg in Aussicht stellen kann. Wobei auf der anderen Seite es auch sein kann, dass sich diese Bewertung in der Zukunft ändern wird. 

Bei dem was wir uns jetzt betrachtet haben, handelt es sich um stark verbreitete, tendenzielle Überlegungen. Dem Infopreneur sollte dabei klar sein, dass für jede einzelne dieser Ideen auch sicherlich eine Gegenidee gefunden werden kann. Das bedeutet, dass er all diese Überlegungen für sich selbst festlegen muss. Dazu kann er hier auch noch viele gute weitere Informationen finden. 

VERKAUF

Wer kauft Domains? (top)

Dabei sind grundsätzlich zwei verschiedene Käufertypen zu unterscheiden:

  • Zwischenkäufer: In diesem Fall gibt es unterschiedliche Ansätze. Zum einem handelt es sich dabei um Unternehmen, die anfangs mehrere Domains für sich gesichert haben, jetzt aber nicht mehr alle dazu wirklich brauchen und sie deshalb verkaufen. Zum anderen gibt es bereits sehr viele Domain-Investoren, die ihr Geld in Domains investieren, um diese dann nach steigenden Werten wieder verkaufen zu wollen. 
  • Endkäufer: In diesem Zusammenhang sind damit vor allem junge, noch nicht etablierte Startups sowie auch Online-Unternehmen gemeint, die durch ihre Domain an Kunden herankommen wollen. Selbstverständlich gibt es aber auch noch viele weitere Gründe dafür, warum ein Endkäufer eine Domain haben möchte.

Warum werden diese Domains gekauft? (top)

Die wichtigsten Käufer besorgen sich die Domains, weil…

  • …sie an Kunden gelangen möchten.
  • …sie die Möglichkeiten, sich finden zu lassen, erhöhen wollen.
  • …sie diese mit besonders stark eingesetzten Suchmaschinen-Keywords automatisiert beobachten, um sie dann als zusätzliche Suchbegriffe für laufende Projekte nutzen zu können.
  • … sie diese später erscheinenden Kaufinteressenten anbieten wollen.  

Wie lassen sich Domains verkaufen? (top)

Hier betrachten wir nun die wichtigsten Überlegungen dazu:

(1) Verkaufswege

  • Eigene Website
    • In diesem Fall wartet der Infopreneur also darauf, dass er von einem potentiellen Käufer angesprochen wird. Auf seiner Startseite sollte er dazu einen Verkaufshinweis anbringen, wobei unter anderem seine Kontaktdaten vom Käufer einfach zu finden sein sollten.
  • Direkter Kundenkontakt
    • Hierbei dreht sich die Anspracherichtung: Nun spricht der Infopreneur die potentiellen Kunden für seine Domain direkt an, um sie ihnen vorzustellen und sie nach deren Kaufinteresse zu fragen. 
  • Marktplatz auf spezieller Verkaufsplattform
    • Hier handelt es sich um Anbieter, die Käufer und Verkäufer von Domains zusammenbringen. Dabei hat der Infopreneur dem Plattformanbieter Gebühren bzw. beim Verkauf eine Provision zu bezahlen. Das heißt, er verringert dadurch seinen Erlös. Auf der anderen Seite helfen diese Plattformen dem Infopreneur dabei, in Kontakt zu potentiellen Käufern zu gelangen. Zu den bekanntesten Anbietern gehören sedo, flippa
  • eBay
    • Auch auf solch bekannten Online-Markplätzen werden Domains verkauft.

(2) Preise

Auch die jeweiligen Preise kann der Infopreneur unterschiedlich festlegen:

    • Fester Preis: Der Infopreneur definiert den Preis.
    • Auktion: Die Interessenten sorgen untereinander für den höchsten Preis, wobei der Meistbietende die Domain erhält.
    • Angebot: Der potentielle Kunde unterbreitet dem Infopreneur ein Angebot. 

(3) Bezahlung

Um sicherzustellen, dass er den zuvor mit dem Käufer festgelegten Preis tatsächlich erhält, sollte der Infopreneur bestenfalls den Bezahlvorgang über einen Treuhandservice abwickeln lassen. Dadurch kann er verhindern, dass es zu einer rechtlichen Auseinandersetzung kommt.

Wichtig ist dabei, wie bereits zuvor erwähnt, dass er seine Domains nur auf spezialisierten Handelsplattformen und bei seriösen Domainbörsen anbietet.

(4) Marketing

Um die potentiellen Käufer darüber zu informieren, dass er seine Domain verkauft, sollte der Infopreneur dazu Marketingmaßnahmen durchführen, wobei er sich auf seine Zielgruppe konzentrieren sollte. Dazu kann er seine Domain bei mehreren Domainbörsen und Handelsplattformen eintragen. Falls eine dazu existierende Webseite vorhanden ist, sollte er auch dort entsprechend darauf hinweisen. 

Abschließend noch ein weiterer Tipp: Einen zum Verkauf passenden Mustervertrag findet er beispielsweise hier

Wem sollte der Infopreneur seine Domains verkaufen? (top)

Grundsätzlich stellt sich für den Infopreneur die Frage, ob er seine Domains direkt an Endverbraucher oder über Zwischenhändler verkaufen sollte. In diesem letztgenannten Fall kann er davon ausgehen, dass er einerseits zwar schneller zum Verkauf kommen kann, andererseits jedoch sicherlich weniger Geld dafür bekommen wird, als wenn er seine Domains direkt an die Endverbraucher verkaufen würde. 

Wie kann er damit Geld verdienen? (top)

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Einnahmemöglichkeiten mit den Domains: 

(1) Domain verkaufen

Gerade wenn der Infopreneur sehr viele Domains besitzt, kann diese Einnahmemöglichkeit gut funktionieren. Dennoch hat er davon auszugehen, dass ein großer Teil seiner Domains erst nach langer Zeit von Käufern nachgefragt wird. Diese Erkenntnis lässt sich beispielsweise aus den Zahlen von Sedo ableiten. Dort werden derzeit über 19 Millionen Domains angeboten, wobei davon lediglich ca. 4.000 pro Monat verkauft werden.

(2) Domain parken

Um diese eben beschriebene Wartesituation dennoch finanziell ausnutzen zu können, gibt es für den Infopreneur auch die Möglichkeit, seine Domains zu parken. Damit ist gemeint, dass er dabei Geld verdienen kann, in dem unter seine Domains passende Werbungen geschaltet werden. Konkret bedeutet das, dass seine geparkte Domain nicht nur mit dem Hinweis „Hier entsteht demnächst…“ erscheint, sondern eben zum einen Werbung darauf angezeigt wird, und zum anderen dem User verdeutlicht wird, dass diese Domain zu kaufen ist.

Für diese Vorgehensweise gibt es spezielle Anbieter:

Diese stellen dem Infopreneur Werbe-Links für seine Domain zur Verfügung, wobei sie selbst auf die Anzeigenpools ihrer Werbepartner zugreifen. Dabei verwenden sie mit SEO optimierte Keywords, die sie mit den dazu passenden Domainnamen verbinden, um möglichst viele Klicks zu bekommen. Zum Aufbau solcher Parkseiten kann der Infopreneur in der Regel dabei Templates nutzen, die ihm der jeweilige Anbieter dazu bereitstellt. Kommt es dann dazu, dass ein User auf den Werbelink der geparkten Seite klickt, wird dem Infopreneur dafür etwas bezahlt. Das Geld kommt vom Werbeunternehmen und wird dann aufgeteilt zwischen dem Domain-Parking Anbieter und dem Infopreneur. Es funktioniert dabei so ähnlich wie Affiliate Marketing oder Google AdSense. Grundsätzlich gilt: Je einfacher die Domain ist, desto höher ist die Chance, dass sie angeklickt wird, was wiederum die Werbeklicks und damit den Umsatz steigert.

Zwar ist wohl nicht davon auszugehen, dass dadurch besonders viel Geld verdient wird, dennoch liefert dieses Domain-Parking dem Infopreneur Vorteile im Gegensatz dazu, falls er mit seiner Domain einfach nur auf den Verkauf warten würde. Dadurch wird ihm eben die Möglichkeit bereitgestellt, seine ungenutzten Domains zu monetarisieren und dabei die damit verbunden Kosten zu decken. Weitere Infos dazu findet er hier.

Wie viel lässt sich damit verdienen? (top)

Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten, da das Ergebnis doch von vielen Faktoren abhängt. Der Infopreneur sollte sich deshalb lediglich auf dazu passende generelle Überlegungen konzentrieren, um für sich selbst zu der Erkenntnis zu kommen, in welchem Bereich die Verkaufspreise wohl sein könnten. Um den Wert für seine Domain bestimmen zu können, wird dazu von ihm in erster Linie Erfahrung benötigt.

Preis-Aussagen

Hier handelt es sich nun um an vielen verschiedenen Orten gesammelte Aussagen zur Höhe der Verkaufspreise von Domains:

  • Die teuersten Domains wurden laut Gerüchten für mehr als 1 Million Euro verkauft. Um welche es sich dabei handelte ist nicht konkret nachvollziehbar, weil dabei oftmals Verschwiegenheitsabkommen geschlossen wurden. Dennoch ist davon auszugehen, dass derjenige, der sich anfangs folgende Domains gesichert hätte, diese danach sicherlich in solch einer Preisklasse hätte verkaufen können: boerse.de, geld.de, versicherungen.de etc.
  • Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass die meisten “normalen” Domains für ein paar hundert oder ein paar tausend Euro verkauft werden. Aber auch das sind ja Einnahmen, die ordentlich sind. Hier braucht der Infopreneur also entsprechend viele Domains und regelmäßige Verkäufe, um davon leben zu können.
  • „Der Durchschnittspreis eines Domainnamens, der auf dem Sekundärmarkt verkauft wird, das heißt: wenn man die Domain jemandem abkauft, liegt bei mehreren Tausend Euro.“ 
  • Es ist nicht ungewöhnlich, dass wöchentlich Domain-Verkäufe in Höhe von Zehn- und Hunderttausend Euro gemeldet werden und oft genug gibt es Domain-Verkäufe in Millionenhöhe.
  • Schnelle Deals mit hohen Gewinnen sind nicht mehr die Regel.
  • In der Regel kann der Infopreneur davon ausgehen, dass der Verkaufspreis für eine erfolgreich verkaufte Domain so hoch ist, dass dieser seine Kosten für ein gesamtes Portfolio mit Dutzenden anderen Domains deckt und trotzdem noch einen Gewinn abwirft. Das wird natürlich noch lukrativer, je mehr interessante Domains sich im eigenen Besitz befinden und je besser diese vermarktet werden.
  • Eine pauschale Aussage lässt sich hier kaum treffen. Denn beim Handel mit Domains spielen in erster Linie Angebot und Nachfrage eine wichtige Rolle. Der Markt bestimmt somit den Preis. Selbst eine Top-Domain kann somit manchmal nur zu einem niedrigen Preis verkauft werden, weil das Interesse daran zur Zeit nicht besonders groß ist. Aber auch andersherum ist dies natürlich möglich.
  • Hier sehen wir die 25 teuersten aus dem Jahr 2019.
  • Hier finden sich wöchentliche und jährliche Verkaufsberichte über Domains.

Trotz all diesen vorgestellten Aussagen kommen wir auch hier nun zu der Erkenntnis, dass wir keine wirklich konkreten Zahlen vorstellen können, da diese in der Regel nicht publiziert werden.

Domainbewertung

Für den Infopreneur gibt es zum einen die Möglichkeit Preise herauszufinden, in dem er seine Domains kostenlos bewerten lässt. Dies bieten ihm unter anderem folgende Plattformen an:

Zum anderen kann er seine eigenen Domains auch dadurch bewerten, in dem er sich darüber erkundigt, was die Konkurrenz für ähnliche Domains verlangt. Dazu kann der Infopreneur auch auf die teilweise bereits vorgestellten Plattformen zugreifen, um deren Preise zu erkennen.

Dabei sollte der Infopreneur jedoch beachten, dass dies die verlangten Preise sind. Ob diese Domains tatsächlich dafür verkauft werden können, lässt sich dabei nicht leicht erkennen.

Weitere Überlegungen

  • Tendenziell ist davon auszugehen, da mittlerweile sehr viele Domains bereits in den Händen einzelner Anbieter liegen, dass die Bereitschaft der Käufer, mehr für zu ihnen passende Domains zu bezahlen, gestiegen ist.
  • Wichtig für den Infopreneur ist dabei zu verstehen, falls er viele Domains kaufen und verkaufen kann, dass er von derartig hohen Summen nicht abhängig ist. Denn selbst bei kleineren Gewinnmargen kann er viel Geld verdienen, falls er dies eben öfter durchführen kann.
  • Des Weiteren sollte der Infopreneur davon ausgehen, falls er zu viel verlangt, dass er dann seine Domains nicht verkauft bekommt.
  • Der Preis einer Domain hängt vor allem von Traffic und Nachfrage ab. Wenn der Infopreneur viele Angebote für seine Domain bekommt, kann er sie vielleicht teurer verkaufen, als er es sich zu Beginn überlegte.
  • Das meiste Geld erhält er in der Regel von Endkunden und nicht von Zwischenhändlern, die Ihre Domain nach dem Kauf teurer weiterverkaufen möchten.
  • Grundsätzlich ergeben sich Gewinne derzeit eher aus der Masse der verkauften Domains als aus spektakulären Einzelverkäufen.
  • Nur wenn es einen Käufer gibt, der auch dazu bereit ist, einen hohen Preis für eine Domain zu bezahlen, dann macht der Infopreneur auch einen guten Gewinn.

Auch hier zum Schluss ein weiterer Tipp: Der Infopreneur sollte sich stets vorab informieren, andere Angebote vergleichen und anfangs nicht zu viel erwarten.

Welche Kosten stehen hinter dem Domainhandel? (top)

Der finanzielle Aufwand zum Domainhandel ist relativ gering. Pro Domain hat der Infopreneur jährlich nur wenige Euros dafür an den Webhoster zu bezahlen. Das bedeutet auch, dass das Verlustrisiko entsprechend sehr gering ist, falls seine Domain sich nicht verkaufen lässt. Lediglich falls es sich um eine bereits registrierte Domain handelt, die er sich von einem anderen Domainverkäufer besorgte, kann der Aufwand und damit das Risiko höher sein. 

Wie wird die Domain an den Käufer übertragen? (top)

Sobald der Infopreneur seine Domain verkauft hat, muss er diese an den Käufer übergeben. Wie das genau funktioniert hängt davon ab, bei welchem Provider die Domain verkauft wurde, denn dort werden auch die Zugangsrechte verwaltet.

Ist zwischen dem Infopreneur und dem Käufer ein Kaufvertrag seiner Domain zustande gekommen, und wurde die Zahlungsweise geregelt, so stellt der Käufer in der Regel einen Providerwechselantrag, dem vom Infopreneur als Verkäufer stattgegeben wird. Dadurch wird der Käufer bei der zuständigen Registry (Vergabestelle) als neuer Domaininhaber eingetragen. Die Dauer dieser Abwicklung ist von der jeweiligen Top Level Domain abhängig. Am Ende wird der neue Inhaber auf jeden Fall in der Registry eingetragen, wodurch der Verkauf abgeschlossen wird.

Fazit (top)

Auch wenn mittlerweile die besten Zeiten des Domainhandels offensichtlich verschwunden sind, sollte dem Infopreneur klar sein, dass er dennoch damit ein erfolgreiches Geschäft betreiben kann. Dazu hat er sich jedoch zuvor gut darauf vorzubereiten, in dem er sich beispielsweise über Trends und passende Strategien informiert sowie für ein gut gemischtes Domain-Portfolio sorgt. Ein sehr wichtiger Punkt ist dabei für ihn zu wissen, dass das Geld verdienen nicht nur durch den Verkauf, sondern auch durch das Parken der Domains erzielt werden kann.

 

 

 

 

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