Geschäftsidee: Geld verdienen mit einem Reiseblog

Reiseblog

Mit einem Reiseblog kann sich der Infopreneur an zweierlei verschiedene Kundengruppen richten: Zum einen an die potentiellen Urlauber, und zum anderen an die Urlaubsanbieter.

Inhaltsverzeichnis

 

 

Problem (top)

Tolle Urlaubsreisen gehören mit zu den größten Wünschen von den Deutschen. Um zu verhindern, dass ein solcher Traumurlaub von der Reiserealität jedoch zu stark abweicht, sind in der Regel zuvor erst einmal einige Probleme von den Urlaubern zu lösen – dazu gehören unter anderem:

  • sich über potentielle Ziele richtig informieren zu können,
  • sich über passende Angebote informieren zu können,
  • sich generell über Tipps und Tricks zum Thema Urlaub informieren zu können,
  • passende Reisemöglichkeiten und -anbieter zu finden.

Auch die Urlaubsanbieter stehen prinzipiell der Herausforderung gegenüber, genügend Reisende für ihre Angebote zu finden. Für sie ergibt sich daraus ebenfalls ein Problem, welches sie lösen müssen, um ihr Geschäft erfolgreich betreiben zu können. Denn die Konkurrenz von Urlaubsanbietern ist in den allermeisten Ländern wirklich groß.

Lösung (top)

Der Infopreneur kann mit seinem Reiseblog beiden Kundengruppen helfen. Durch die Veröffentlichung seiner Erfahrungs- und Informationsberichte inspiriert er die Urlauber dazu, sich mit gutem Gefühl für eine Reise entscheiden zu können. Er bringt sie dabei unter anderem auf neue Ideen, zeigt ihnen die jeweils faszinierenden Orte, die attraktiven Unterbringungsmöglichkeiten, hervorragende Restaurants oder informiert sie auch über die dortigen geplanten Veranstaltungen.

In dem er seine Reports mit den dazu passenden Anbietern verbindet, bietet er ihnen dadurch die Chance an, Werbung für ihre Angebote gegenüber den potentiellen Urlaubskunden auszuführen. Demzufolge bietet er auch diesen Lösungen für ihre Angebotsprobleme an.

Kunden (top)

Zielgruppe (top)

Generell kommen für diese Geschäftsidee so ziemlich alle Personen in Frage. Dennoch sollte sich der Infopreneur mit seinem Angebot eher auf eine bestimmte Zielgruppe konzentrieren. Denn es ist davon auszugehen, dass je stärker sein Fokus ist, desto besser sich diese dadurch von ihm angesprochen fühlt. In Frage kommen dabei verschiedene: So lässt die Analyse bereits existierender Reiseblogs beispielsweise erkennen, dass deren Nutzer eher Frauen im Alter zwischen 25 und 54 Jahren sind. Er kann sich aber auch auf Gruppen wie Hundebesitzer, Singles, ältere Reisende, Familien, Ehepaare ohne Kinder, Surfer, Golfspieler oder Reiter fokussieren.

Gleiches gilt auch für die zweite Gruppe der Anbieter. Auch da sollte er sich auf diejenigen konzentrieren, die am besten zu seiner Auswahl der Urlauber-Zielgruppe passen.

Nutzen (top)

Diese Idee des Geldverdienens stiftet für die Urlauber jeweils dabei einen Nutzen, dass sie dadurch inspiriert werden, sie etwas lernen und sich über etwas informieren können, was sie vorher noch nicht kannten.

Ebenfalls für die Urlaubsanbieter ergibt sich dabei ein Nutzen: Sie können Werbung für ihr Angebot an die dazu passende Kundschaft betreiben.

Marktanalyse (top)

Bezogen auf Deutschland führt die Marktanalyse zu folgenden Werten und Einschätzungen:

Marktgröße

Laut Angabe der Statista GmbH war im Jahr 2018 die Zahl der deutschen Urlaubsreisen so hoch wie nie zuvor. Es waren dabei circa 55 Millionen Personen, die mindestens 5 Tage unterwegs waren. Zusammen führten sie rund 70 Millionen Urlaubsreisen durch. Dabei haben sie mehr als 70 Milliarden Euro ausgegeben.

Marktwachstum

Wer sich mit offenen Augen und Ohren in unserer Welt bewegt, stellt sicherlich fest, dass in einen tollen Urlaub gehen mit zu dem Wichtigsten gehört, was es für einen Menschen zu erlangen gilt. Aus diesem Grund kann davon ausgegangen werden, dass auch in Zukunft Urlaubsreisen so wichtig bleiben werden.

Marktpotential

Von einer vollkommenen Marktsättigung ist bei dieser Geschäftsidee nicht auszugehen. Denn dieses würde bedeuten, dass alle potentiellen Kunden alles über das Thema Urlaub wissen. Das ist aber nicht vorstellbar, da es sich ja um sehr viele Urlaubsländer und deren einzelne Regionen handelt, diese sich auch ständig verändern und es darin jeweils riesige Angebote gibt. All das weiß man nicht und kann man sich auch nicht merken. Aus diesem Grund ist daraus zu schließen, dass es immer wieder potentielle Nutzer eines Reiseblogs geben wird.

Umwelt (top)

Konkurrenzsituation (top)

Im Internet existiert an dieser Stelle eine sehr große Konkurrenz. Es wird davon berichtet, dass mehrere tausend deutschsprachige Blogs sich mit dem Thema Reise und Urlaub auseinandersetzen, wobei jedoch nur die allerwenigsten damit soviel Geld verdienen, dass sie davon alleine leben können.

Markteintrittsbarriere (top)

Für diese Geschäftsidee existiert keine.

Rechtliche Vorschriften (top)

Für Reiseblogs gibt es keine expliziten Rechtsvorschriften. Trotzdem sollte der Infopreneur vor allem bei der Beschreibung seiner Angebote und Möglichkeiten darauf achten, dass diese nicht als Schleichwerbung verstanden werden, denn dies könnte zu negativen Folgen für sein Geschäft führen.

Angebot (top)

Angebotsportfolio (top)

Da sich der Infopreneur mit seinem Reiseblog quasi zwischen die Urlauber und die Urlaubsanbieter stellt, gibt es bei dieser Fragestellung für ihn zwei Perspektiven, nach denen er seine Angebote ausrichten sollte:

  1. Für die Nutzer des Blogs, sprich die Urlauber, sollte er anbieten: Tipps, Tricks, Empfehlungen etc..
  2. Den Urlaubsanbietern sollte er die Möglichkeit eröffnen, ihre Angebote und Leistungen auf seinem Reiseblog bewerben zu können.

Generell sollte er beim Aufbau seines Reiseblogs darauf achten, dass…

  • der Name des Blogs passt,
  • er eine sehr gute Sprache einsetzt, die über eine gewisse Originalität verfügt und dadurch seine User begeistert,
  • seine Webseite technisch so umgesetzt wird, dass sie über eine ansprechende Optik verfügt,
  • seine Berichte glaubhaft und gut nachvollziehbar sind
  • und damit die Leser eine Lust aufs Reisen bekommen.

Um die Reichweite seines Blogs aufbauen und vergrößern zu können, sollte er auch permanent für stark nutzenstiftende Inhalte sorgen.

Angebotskanäle (top)

Entsprechend dieser Idee des Geldverdienens bietet der Infopreneur seine Lösungen über eine eigene Website im Internet – sprich Blog – an. Zusätzlich sollte er jedoch auch über alle gängigen Social Media Netzwerke seine Angebote offerieren, um dadurch auch möglichst viele Follower zu generieren.

Typische Arbeitsweise (top)

Grundsätzlich muss der Infopreneur auch wirklich unterwegs sein, um an originäre und wertvolle Inputs für das Erstellen seiner Reiseempfehlungen zu gelangen. Und das sicherlich auch für längere Zeit. Dabei hat er möglichst viele Notizen, Bilder und Videos zu machen, um damit einen oder mehrere Beiträge erstellen zu können. Während seiner Reisezeit sollte er sich um seine Social Media Kanäle kümmern. Denn diese leben von ständig aktuellen Posts. Diese sollte er deshalb konsequent und permanent veröffentlichen und auch ständig auf erhaltene Kommentare reagieren.

In der Regel dürfte im jedoch während seiner Reise die Zeit fehlen, sich um das Kreieren der umfangreichen Blogposts zu kümmern. Denn dazu gehört unter anderem auch, dass er seine Fotos und Videos bearbeitet. Aus diesem Grund wird er diese Artikel wohl eher später erstellen, wenn er wieder zuhause ist und dafür genügend Zeit hat. Nachdem dann ein neuer Beitrag auf der Blogseite vom Infopreneur erstellt wurde, sollte dieser auch auf allen von ihm verwendeten Social Media Kanälen verbreitet werden.

Bevor er eine neue Reise durchführen kann, hat er dazu das passende Ziel zu finden, den Transport, die Unterkunft sowie die dazugehörigen Touren zu organisieren.

Und wie bereits erwähnt, während all dieser Punkte hat er immer wieder auf die Kommentare in seinen Kanälen und seinem Blog zu reagieren. Das ist seine permanente Aufgabe.

Voraussetzungen (top)

Um einen erfolgreiche Reiseblog umsetzen zu können, sollten dem Infopreneur folgende Eigenschaften gegeben sein: Kreativität und Neugier. Des weiteren sollte er gut Texten und Fotografieren können.

Er sollte dabei nicht den Fehler begehen zu glauben, dass das alles mit einer Urlaubszeit zu vergleichen ist. In der Regel sollte er eher davon ausgehen, dass es sich hier um eine Arbeit im Sinne eines Solopreneurs handelt. Also einer der Unternehmer, der sich alleine mit seiner Aufgabenstellung beschäftigt. Für eine erfolgreichen Reiseblogger muss das dann alles auch passen.

Realisierung (top)

Werbung/Marketing (top)

Um seinen Reiseblog zu bewerben, bieten sich dem Infopreneur verschiedene Möglichkeiten an:

  • Pressemitteilungen und Interviews:
    Damit kann er versuchen, auf seine eigenen Seiten und Känale aufmerksam zu machen.
  • Zusammenarbeit mit Konkurrenten:
    Hier gibt es in der Regel verschiedene Optionen, wie die einzelnen Reiseblogger sich gegenseitig dabei helfen können, dass ihre jeweiligen Seiten von möglichst vielen Nutzern gefunden werden. Unter anderem werden dazu beispielsweise Sammelbeiträge auf einem Reiseblog veröffentlicht, in denen auf die anderen Reisblogs verwiesen wird.
  • Listen:
    Es gibt auch mehrere Auflistungen von Reisebloggern, in denen sich der Infoprenuer mit seinem Angebot eintragen lassen kann. Als Beispiel sei der „Reiseblogger-Kodex“ genannt.
  • Soziale Medien:
    Wie bereits mehrfach erwähnt, für diese Art von Websites gehören die Social Media Kanäle mit zu den bedeutendsten Werbemedien.

Verdienst/Preisgestaltung (top)

Für den Infopreneur ergeben sich durch seinen Reiseblog unterschiedliche Einkommensquellen:

– Einkünfte für Werbung (Banner etc.) auf eigenem Blog und Sozialen Medien erhalten.
– Blogreisen (in der Regel allerdings nur für die erfolgreichsten Blogger) bezahlt bekommen.
– Eigene Texte an andere Blogger (Unternehmensblogs, Destinationblogs) verkaufen.
– Advertorials (gesponserter Blogbeitrage) auf der eigenen Seite veröffentlichen.
– Affiliate-Links in seine Empfehlungen einbauen (Bsp. Packliste).
– Spenden für seine Beiträge einsammeln (PayPal, Patreon). 
– Beiträge bei VG Wort anmelden.
– Produkte (Bücher, E-Books), die zu verkaufen sind.
– Fotos, Videos, die zu verkaufen sind.

Die jeweilige Preisgestaltung für diese Verdienstmöglichkeiten lässt sich nicht genau definieren. Dennoch sollte dem Infopreneur dabei klar sein, dass er sich nicht zu billig verkaufen sollte. Denn dadurch würde er dazu beitragen, den Gesamtmarkt der Reiseblogs zu schwächen.

Techniken (top)

Zu den benötigten Techniken für die Umsetzung dieser Geschäftsidee gehören zum einen alle, die dabei helfen, das Angebot im Internet zu präsentieren. Also Techniken zum Aufbau von Websites und Datenbanken.

Zusätzlich sind für den Infopreneur auch weitere Techniken wichtig, die er dazu benötigt, um den visuellen Teil seiner Beiträge zu erstellen und zu veröffentlichen. Gemeint ist damit das Fotografieren, das Erstellen von Videos und dabei unter anderem auch der Einsatz von Drohnen.

Drittanbieter (top)

Der Infopreneuer kann für diese Geschäftsidee auf einige Drittanbieter zugreifen: Grafik-Designer, die ihm helfen seine Website und Social Media Kanäle zu präsentieren. Internetagenturen, die für ihn dabei technische Aufgaben übernehmen. Ein Host, auf dem sein Blog betrieben wird. Ebenso kann er auch auf die Hilfe eines Steuerberaters für seine Finanzbuchhaltung zugreifen, sowie auch auf einen Rechtsanwalt, wenn es ihm beispielsweise um die Anmeldung seiner eingetragenen Marke geht.

Konzepttest (top)

Ein expliziter Konzepttest ist für diese Idee nicht notwendig. Vielmehr geht es darum, dass der Reiseblogger von Anfang an versucht, sein Angebot für die beiden Zielgruppen – Urlauber und Urlaubsanbieter – zu optimieren. Dabei kann er sicherlich davon ausgehen, dass er im Verlauf seines Angebots immer wieder Kritiken und Vorschläge von den Nutzern seines Blogs erhalten wird. Diese sollte er dann entsprechend analysieren, und falls sie passend und zutreffend sind, sollte er auch versuchen sie umzusetzen. Das heißt, eine ständige Verbesserung seines Angebotes wird ihm dabei helfen, seinen Blog schlussendlich erfolgreich zu machen.

Bewertung (top)

Investition (top)

Eine Investition ist wie so oft zunächst einmal notwendig für die Basis der Veröffentlichung – das heißt, für die Website und die Social Media Kanäle. Darüber hinaus sind die nötigen Geräte (Fotokameras, Laptop, Handy, Drohne) zu bezahlen. Zusätzlich ist auch für die notwendige Software zu sorgen. Zu guter Letzt muss selbst anfangs davon ausgegangen werden, dass die Reisekosten ebenfalls vom Infopreneur übernommen werden müssen. Alles in allem ist eine nicht zu unterschätzende Investitionsgröße zu erkennen.

Umsatz (top)

Aus der Analyse einiger Reiseblogger-Aussagen ergibt sich das Bild, dass der Umsatz in der Regel nicht stabil ist. Er hängt beispielsweise in starkem Maße davon ab, ob gerade eine neue Reise durchgeführt wird und dabei ein Sponsor gefunden wurde, oder nicht.

Es ist wohl auch eher davon auszugehen, dass nur die allerwenigsten Blogger von ihrer Reise-Website auch wirklich leben können. Aus diesem Grund sollte sich der Infopreneur, falls er sich für diese Geschäftsidee entscheiden möchte, davon nicht abschrecken lassen. Vielmehr sollte er sich mit all seinen Möglichkeiten auf diese Idee konzentrieren und dazu bereit sein, auch für eine längere Zeit, sein Erfolgsziel nicht aufzugeben.

Risiko (top)

Das finanzielle Risiko ist zwar etwas höher als bei anderen Geschäftsideen für Infopreneure. Sollte es aber nicht zum Erfolg führen, dann braucht er die Investitionen nicht komplett abzuschreiben. Zum einen hat er dadurch Reisen durchführen können, die ihm auch etwas gebracht haben, zum anderen sind die von ihm angeschafften Geräte und Softwarepakete auch privat nützlich oder können auch wieder verkauft werden. Aus diesem Grund ist das Risiko nicht als gefährlich einzuschätzen.

Ideen (top)

Hier sind einige Ideen aufgelistet, mit denen der Infopreneur versuchen kann, seinen Reiseblog zum Erfolg zu bringen:

  • Versuchen, von neutralen Anbietern bewertet zu werden.
    Es gibt einige Bewerter von Reiseblogs. Beispiele dafür sind:

  • Sich mit anderen Reisebloggern zusammentun, um mehr Inhalte und um mehr User zu erhalten.
  • Achtung, nicht vergessen: Reisen ist Arbeit. Der Blogger kann den Urlaub also nicht nur genießen, sondern er hat darin etwas zu leisten. Dies kann für ihn auch stressig sein.
  • Reichweite aufbauen. Das ist ein ganz wichtiger Punkt für den Erfolg seines Angebots.
  • Eigene Top-Liste von Reiseblogs erstellen. Da viele Nutzer danach suchen, kann er solche Listen auch auf seiner Website veröffentlichen. Dadurch zieht er über die Suchmaschinen weitere Nutzer auf seine Website.

Aus-/Weiterbildung (top)

Im Kontext dieser Idee des Geldverdienen sollte der Infopreneur immer auf dem Laufenden bleiben. Dabei sollte er versuchen, sich ständig in den folgenden Bereichen zu verbessern: Fotografieren, Suchmaschinenoptimierung, Social Media (welche gibt es, wie funktionieren sie, wer sind deren Zielgruppen).

Dazu kann er an Seminaren und Konferenzen teilnehmen, und sich auch auf Blogs weiterbilden oder entsprechende Bücher lesen. Er sollte also immer auf der Höhe der Zeit bleiben.

Quellen/Infos (top)

  • Reiseverhalten der Deutschen: Dossier mit Antworten auf die Fragen nach Reiseziele, Buchung, Kosten, Verkehrsmittel, Unterkünfte, Urlaubsarten, Aktivitäten. Diese Informationen sind wichtig für den Infopreneur, um sein Angebot optimal anzupassen.
  • Kantar TNS: Urlaubsuntersuchungen

Fazit (top)

Mit einem Reiseblog kann sich der Infopreneur ein eigenes Geschäft aufbauen. Dabei kann er die Möglichkeiten nutzen, über mehrere Wege Geld zu verdienen. Er sollte allerdings davon ausgehen, dass für die erfolgreiche Umsetzung dieser Idee, er anfangs zunächst eine Phase überwinden muss, die noch nicht lukrativ für ihn ist.

 
 
 

 

 

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